ALfA-Sonntag in Bergisch Gladbach am 2.April 2017

Mitten im Trubel des verkaufsoffenen Sonntags in der Innenstadt von Bergisch Gladbach haben wir vor der Kirche St. Laurentius unsern Stand aufgebaut. Die Flyer sind ausgelegt, unsere Broschüren liegen griffbereit auf dem Tisch, die Stellwand haben wir mit Plakaten, Zeitungsausschnitten und kurzgefassten Infos bestückt. 2 junge Männer haben sich mit der Gaskartusche zum Aufblasen von Luftballons vertraut gemacht.

Herrlicher Sonnenschein

kündet einen fast

sommerlichen Tag an.

Mitten im Trubel des verkaufsoffenen Sonntags in der Innenstadt von Bergisch Gladbach haben wir vor der Kirche St. Laurentius unsern Stand aufgebaut. Die Flyer sind ausgelegt, unsere Broschüren liegen griffbereit auf dem Tisch, die Stellwand haben wir mit Plakaten, Zeitungsausschnitten und kurzgefassten Infos bestückt. 2 junge Männer haben sich mit der Gaskartusche zum Aufblasen von Luftballons vertraut gemacht.

Herrlicher Sonnenschein

kündet einen fast

sommerlichen Tag an.

Drinnen in der Kirche wird ein froher Familiengottesdienst gefeiert. An dessen Ende können wir auf den Wert des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod hinweisen sowie auf unsere Aktion vor der Kirche aufmerksam machen.

Dann strömen die Gottesdienstbesucher heraus: Familien mit kleinen und größeren Kindern, Frauen und Männer jeden Alters. Viele bleiben an unserm Stand stehen, lassen sich mit den Handzetteln informieren,  schauen sich auf der Tafel die Plakate und vor allem den markanten Satz an: „Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 110.000 Kinder vor der Geburt abgetrieben. Die Stadt Bergisch Gladbach hat etwa 110.000 Einwohner“.

Die kleineren Kinder freuen sich über einen Luftballon, an den eine Information angehängt  ist (auch, damit der Ballon nicht wegfliegt) die größeren schauen sich die Modelle der kleinen Embryonen an und sind ganz fasziniert, wenn wir ihnen sagen können: „So klein bist du auch einmal gewesen“. Gerne nehmen sie das Modell mit nach Hause.

Bei einem kleinen Rückblick auf unsere Aktion sagt eine Mitarbeiterin: „Jetzt wird in den Familien über das Thema geredet; und das sind unsere Multiplikatoren“.

Wenn das keine Motivation für weitere Aktionen dieser Art ist!

Drinnen in der Kirche wird ein froher Familiengottesdienst gefeiert. An dessen Ende können wir auf den Wert des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod hinweisen sowie auf unsere Aktion vor der Kirche aufmerksam machen.

Dann strömen die Gottesdienstbesucher heraus: Familien mit kleinen und größeren Kindern, Frauen und Männer jeden Alters. Viele bleiben an unserm Stand stehen, lassen sich mit den Handzetteln informieren,  schauen sich auf der Tafel die Plakate und vor allem den markanten Satz an: „Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 110.000 Kinder vor der Geburt abgetrieben. Die Stadt Bergisch Gladbach hat etwa 110.000 Einwohner“.

Die kleineren Kinder freuen sich über einen Luftballon, an den eine Information angehängt  ist (auch, damit der Ballon nicht wegfliegt) die größeren schauen sich die Modelle der kleinen Embryonen an und sind ganz fasziniert, wenn wir ihnen sagen können: „So klein bist du auch einmal gewesen“. Gerne nehmen sie das Modell mit nach Hause.

Bei einem kleinen Rückblick auf unsere Aktion sagt eine Mitarbeiterin: „Jetzt wird in den Familien über das Thema geredet; und das sind unsere Multiplikatoren“.

Wenn das keine Motivation für weitere Aktionen dieser Art ist!


30 Jahre Regionalverband Köln

Im Februar feierte der Regionalverband Köln nachträglich sein 30jähriges Bestehen mit einem Empfang im Pfarrsaal der romanischen Kölner Innenstadtkirche St. Aposteln. Die Morgenandacht  wurde vom Ehepaar Menke, langjährige Mitglieder, unterstützt.  Mit dem  Arioso „Dank sei dir“ von Georg Friedrich Händel wurde in der Morgenandacht für die jahrelange, gute Zusammenarbeit der Mitglieder und der Engagierten im Vorstand gedankt.

Auch verschiedene Institutionen, mit denen die ALfA seit Jahren gut zusammenarbeitet, so zum Beispiel der Sozialdienst katholischer Frauen, vertreten durch Frau Ute Theisen und Bernd Petelkau, Vorsitzender der CDU Köln waren gekommen.

In ihrem Grußwort dankte die Bundesvorsitzende, Alexandra Linder dem Regionalverband für die jahrelange, ereignisreiche Arbeit, als einer der wenigen Regionalverbände, die über den ganzen Zeitraum aktiv war.

Humorvoll wusste sie von ihren Erfahrungen zu berichten. So las sie den Begrüßungsbrief vor, den sie in den 90ern von Frau Mannel (damalige Vorsitzende des Regionalverbandes) erhielt und der sie nachhaltig ermutigt hat, sich für das Lebensrecht zu engagieren und zwar mit allen Konsequenzen!

Frau Dr. Ellen Esser, die Gründerin des Regionalverbandes konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Frau Elke Mannel setzte ab den 90 Jahren ihr begonnenes Werk mit viel Engagement und Herzblut fort. Mit viel Kompetenz und zeitlichem Einsatz beriet  und berät sie noch heute Schwangere in Not, schaut dabei genau auf die Lebenssituation der Frau und der Familie und setzt alltagstaugliche Hilfen so ein, dass über 100 Kinder das Licht erblickten, zu denen sie heute zum Teil noch Kontakt hat. Drin wird sie mit großem zeitlichen Aufwand vom Ehepaar Wiebe unterstützt.  Ein lebendiges Beispiel dieser Hilfe ist Elisabeth Bamwanga- Rugaju, die mit ihren Töchtern an der Feier teilnahm. Die gebürtige Uganderin hat ermutigt vom Engagement Frau Mannels selbst ein Hilfswerk für bedürftige Kinder in ihrer Heimat gegründet. Auch viele andere Helfer, die aus gesundheitlichen- und terminlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen konnten, sollten nicht unerwähnt bleiben, zum Beispiel Mutter Hedwig Oberin der Cellitinen der Heiligen Elisabeth in Köln, durch deren Einsatz immer wieder junge Frauen, die sich unter schwierigen Bedingungen für das Kind entschieden haben, für gewisse Zeit beherbergt und betreut haben, aber auch die evangelische Beratungsstelle, zu der Frau Mannel einen intensiven Kontakt aufgebaut hat und der weiterhin gepflegt wird. Viele Eingeladene hatten Grüße gesendet, so der Pfarrer der Großgemeinde St. Aposteln, Pfarrer Vosen und Martin Lohmann vom Bundesverband Lebensrecht.

Auch in Zukunft bleibt der Regionalverband nicht untätig. So wird im Juni das 25jährige Jubiläum der Hl. Messe für das Leben, die monatlich begangen wird, gefeiert.



Touchdown – oder es ist normal verschieden zu sein.

 

In der Bundeskunsthalle gibt es bis Mitte März eine Ausstellung, die nicht nur das Thema Leben mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt, sondern auch von Menschen mit Behinderung (vor allen Dingen mit Trisomie 21 oder auch Downsydrom genannt) gestaltet wird. An verschiedenen Stationen erzählen sie von ihrem Leben, ihrer Lebensgestaltung und ihren Träumen und Wünschen, die sich kaum oder gar nicht von anderen jungen Menschen unterscheiden. Viele die mitgewirkt haben, sind auch Mitarbeiter der Zeitschrift „Ohrenkuss“, die von jungen Leuten mit dem „Downsyndrom“ herausgegeben wird und ihre Anliegen vertritt.

Sehr ausführlich wird über das Leben des englischen Arztes Down berichtet, nach dessen Namen die Behinderung ihren Namen erhielt, da er der erste war, der diese näher beschrieben hat und durch sein für die damalige Zeit ungewöhnliches und kostspieliges Hobby der Fotografie vieles im Bild verewigt hat. Dazu gehören auch viele Menschen mit Behinderung, die in der von ihm errichteten Einrichtung lebten. Er gab ihnen nicht nur in medizinischer Richtung besondere Aufmerksamkeit und Würde, wesentlich mehr, als es zur damaligen sonst nicht üblich war.

Neben einem ausführlichen Exkurs zum Thema Genetik und der Entstehung von Trisomie wird nur kurz auf das Thema der Abtreibung eingegangen, obwohl gerade bei diesem Themenbereich ein wirklicher Informations- und Diskussionsbereich besteht, denn er betrifft das Leben im hier und jetzt. Die meisten Kinder, bei denen Trisomie 21 festgestellt wird, werden abgetrieben und das mittlerweile in dem Zeitraum, in dem Abtreibung straffrei vorgenommen werden kann, den ersten drei Monaten, da durch eine Blutuntersuchung der Mutter die Behinderung früh festgestellt werden kann.

Hier wäre es wünschenswert, wenn in der Ausstellung auch die Meinung der jungen Leute dazu eingeholt worden wäre, zumal  über das Thema „Euthanasie“ im Dritten Reich nicht nur sehr ausführlich berichtet wird, sondern es auch zu Recht emotionale und persönliche Statements der jungen Leute gibt, die sich mit diesem dunklen Kapitel von Menschenverachtung auseinandersetzen und sicherlich auch ihre Gefühle dazu äußern möchten, wenn Menschen heute  aufgrund einer Behinderung vor der Geburt getötet werden.



       


Termine          

"Theologie des Leibes"

Vom 19. bis 21. Mai kommt Christopher West, der Autor des Buches "Theologie des Leibes für Anfänger" nach Altötting. Von Köln aus ist eine gemeinsame Fahrt geplant. Sollten Sie Interesse haben, mit zu fahren, melden Sie sich bitte beim Regionalverband.

http://theologiedesleibes.org/

Natürliche Empfängnisregelung ist eine Lebensweise, die es erlaubt, eine Schwangerschaft anzustreben oder zu vermeiden und sie kann im gesamten fruchtbaren Leben der Frau gelebt werden. NER beruht auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass im Zyklus der Frau fruchtbare und unfruchtbare Tage mit Zuverlässigkeit erkannt werden können.

http://www.iner.org/erlernen/kurse/deutschland.html

Kurse zur "Natürlichen Empfängnisregelung" in der Region

Die nächsten Termine im Domforum:

 24.6. 2017

NER-Seminar
https://bildung.erzbistum-koeln.de/bw-koeln/themen/lebensgestaltung/ehe-partnerschaft/


Natürliche Empfängnisregelung ist eine Lebensweise, die es erlaubt, eine Schwangerschaft anzustreben oder zu vermeiden und sie kann im gesamten fruchtbaren Leben der Frau gelebt werden. NER beruht auf der wissenschaftlichen Tatsache, dass im Zyklus der Frau fruchtbare und unfruchtbare Tage mit Zuverlässigkeit erkannt werden können.

http://www.iner.org/erlernen/kurse/deutschland.html


„Die Pille und ich“

 Im Domforum  am Kölner Dom veranstaltete  das Katholische Bildungswerk einen Vortragsabend zum Thema „Die Pille und ich“, bei dem verschiedene engagierte Mitglieder des ALfA Regionalverbandes teilnahmen. Katrin Wegner, die Autorin des gleichnamigen Filmes, vermittelte den Anwesenden interessante Fakten zur Antibabypille. Über mehrere Jahre hatte sie geforscht. Sie kam zu dem umstrittenen Thema durch ein anderes Filmprojekt, bei dem sie eine Mehrgenerationenfamilie begleitete. Alle drei Frauen (Großmutter, Mutter und Tochter) nahmen die Pille. Die Tochter zur Verhütung, die Mutter, um die Wechseljahre hinauszuzögern und die Großmutter hat sie nie abgesetzt und empfindet sie als Jungbrunnen.

Die Gespräche mit diesen  Frauen ermutigte Frau Wegner dem Phänomen Pille näher auf die Spur zu  kommen, und sie hat dazu vielfältige Fakten gesammelt. Die Pille gibt es seit 1961, also seit drei Generationen. Frau Wegner sprach mit Frauen ab dem Jahrgang 1935 bis zu einem jungen Mädchen von 13 Jahren.

Hier ein paar historische Fakten:

Das Produkt war zuerst nur verheirateten Frauen zugänglich, es entwickelte sich aber zügig ein lukrativer Schwarzmarkt, der vor allen Dingen den Frauen diente, die Angst hatten, unverheiratet schwanger zu werden

Der Spiegel berichtete 1960 erstmalig über die Pille, 1962 die Bravo.

1963 war es nur 2000 Frauen möglich die Pille zu erhalten, es gab sechs unterschiedliche Produkte.

1964 berichtete der Gynäkologe Prof. Kerkhoff auf einem Kongress über die Nebenwirkungen. Dies war eigentlich als Kritik gedacht, war aber letztlich eine Werbung für das Verhütungsmittel, auf das nun viele Frauen aufmerksam wurden.

Den Durchbruch brachte der Kinsey-Report 1968. In der Folge konnte sich bereits in den 70er Jahren jede Frau diese von ihrem Arzt verschreiben lassen. Der Siegeszug vollzog sich zügig, die Pille wurde zum Verkaufsschlager und stand endgültig als Symbol der Freiheit.

Untrennbar damit verbunden ist die Ausbreitung der Pornoindustrie. 1970 fand die erste Sexmesse  Deutschlands in Offenbach statt. Die Pille hat entscheidend die Werte von Liebe und Sexualität verändert und stand von Anfang an stark im Mittelpunkt des Aufklärungsunterrichts, der seit den 70er Jahren in den Schulen Einzug fand.

Die erste „Pillengeneration“ litt darunter, nicht aufgeklärt worden zu sein , Informationen nur hinter vorgehaltener Hand oder heimlich zu erhalten, umso mehr waren die nachfolgenden Generationen darauf erpicht, sich davon zu distanzieren.

Während zwischen 1972 und 1980 nur 2% der Frauen die Pille nahmen, waren es ab 1980 20 % und heute 79%.

Die erste Generation bis 1980 war allerdings wesentlich skeptischer, sah das Verhütungsmittel nicht als Wundermittel an und war sich bewusster über die Nebenwirkungen. Diese bestanden- bestehen heute noch- zu einem beträchtlichen Teil aus Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und vor allen Dingen dem negativen Effekt, dick zu werden. Bei der zweiten Generation ab ca. 1980 kamen noch andere, zum feministischen Lager passende Bedenken dazu. Als Frau allzeit bereit zu sein („…denn du nimmst ja die Pille…“), erinnerte eher ans Patriarchat, als an wirkliche Befreiung.

Alle diese Bedenken führten aber nicht dazu, dass die Pille weniger genutzt wird.

Nach und nach entwickelte sich die Pille vom Symbol der Befreiung zum Lifestyleprodukt. Heute sind Frauen und junge Mädchen, die sie nicht nehmen,  Exoten. Gerade die Pharmaindustrie hat das Ziel, für jede Frau das passende Produkt zu finden und ermüdet nicht, dass Frauen zur Pille auch Beautyprodukte oder andere Geschenke erhalten. Auf YouTube werben Frauen für die Pille und werden von der Pharmaindustrie entdeckt.

Wegner besuchte 52 Schulklassen, um herauszufinden, wie es heutige Teenagermädchen sehen. Diesen ist die Pille als Mittel zur „Befreiung“ fremd, sie sehen darin ein Lifestylemittel, das ihnen – vermeintliche- hilft, besser durch die Pubertät zu kommen, denn sie verhilft Ihnen zu besserem Aussehen, durch Vermeidung von Pickeln, sie bleiben schlank, die Haut wird schöner, sie erhalten größere Brüste. Alles in allem wünschen sich die jungen Mädchen den Beautyeffekt, die Verbesserung ihrer Lebensqualität, die oft etwas mit Konkurrenz im schulischen Umfeld und ihrer Peergroup zu tun hat. Als Verhütungsmittel wird sie dabei oft gar nicht angesehen.

Gerade rund um dieses Thema handelt auch der Dokumentarfilm, den die Autorin vor einiger Zeit drehte und der auf Arte gezeigt wurde.

Dabei unterlässt die Autorin auch nicht das Thema Nebenwirkungen. Das oft verschriebene Produkt „Diane 35“ beispielsweise wurde in Frankreich eine Zeit lang verboten, da es vermehrt Thrombosefälle gab, die junge Frauen betrafen.  Die Krankenkasse bezahlt dort das Produkt nicht mehr. In Dänemark ist diese Anti-Baby-Pille verboten. Zur Zeit klagt in Deutschland die erste Frau gegen den Hersteller Bayer.

Frau Wegner wurde von Firmen eine einstweilige Verfügung angedroht. Das hindert die Autorin nicht daran, weiter zu recherchieren.

In der sich anschließenden Fragerunde ging es neben der Frage nach der Abwasserverunreinigung durch künstliche Hormone und der unerforschten Vermutung der vermehrten Unfruchtbarkeit auch um die frühabtreibende Wirkung der Pille.

                    

Buchtipp: Katrin Wegner, Die Pille und ich: Vom Symbol der sexuellen Befreiung zur Lifestyle-Droge, H.C. Beck 



Kurzinfo Anti-Baby-Pille
Kurzinfo Anti-Baby-Pille.pdf (192.32KB)



„24 Wochen“

Eine kleine Gruppe des Regionalverbandes besuchte das Kinodrama „24 Wochen“. Der Film handelt von Astrid, die bei fortgeschrittener Schwangerschaft erfährt, dass ihr Kind Trisomie 21 hat. Sie, die erfolgreiche und in der Öffentlichkeit stehenden Kabarettistin und ihr Lebensgefährte, der auch ihr Manager ist, beschließen nach ersten Zweifeln sich für das Kind zu entscheiden, obwohl ihr näheres Umfeld zwar hilfsbereit und trotzdem distanziert reagiert. Sie bereiten sich auf das Leben mit einem Kind mit Handicap vor. Einige Zeit später hat der Arzt eine ernüchternde Nachricht, da das Kind zusätzlich einen schweren Herzfehler hat und direkt nach der Geburt eine aufwendige Operation nötig ist, deren Ausgang ungewiss ist und das Kind vermutlich  einen schweren Leidensweg vor sich hat.

Der schwangeren Frau kommen nun immer mehr Zweifel und aus der „guten Hoffnung“ werden Angst, Ungewissheit und letztlich entschließt sich Astrid zu einer Spätabtreibung.

Dabei ringen die Eltern- hervorragend gespielt von Julia Jentsch und Bjarne Mädel- die bereits eine Tochter haben, mit Ihrer Entscheidung. Die große Trauer der beiden, die Verzweiflung und die Fragen nach der Zukunft mit dem schwer behinderten Kind, lassen den Zuschauer nicht unberührt. Das medizinische Personal – Ärzte, medizinisches Personal und auch die Beraterin werden nicht von Schauspielern gespielt, sondern von den realen Personen. Das gibt dem Film eine besondere Dichte, hinterlässt aber gerade auch während der Abtreibung, die ja in einem solch späten Zeitpunkt durch die Tötung des Kindes durch eine Herzinsuffizienz geschieht mit anschließender eingeleiteter Geburt ein besonders beklemmendes Gefühl.

Vor allen Dingen der Herzspezialist und die Beratung der Frau geben dem Paar wenig Hoffnung mit, so dass es nicht verwundert, dass Paare zu der Überzeugung  kommen, der bewusst herbeigeführte Tod des Kindes sei die beste - die einzige Lösung.

Dem Film gelingt es zum Schluss nicht, dem Zuschauer das Unbehagen zu nehmen. Als Alternativen ließ der Film nur Tötung des Kindes oder schwere, eventuell folgenreiche Operation zur Sprache kommen. Eine weitere, menschenfreundliche Option kam nicht zur Sprache: die natürliche Geburt, bei der dem Kind keine Gewalt von außen  angetan wird und die Eltern sich von ihrem Kind (gut und fürsorglich betreut, aber ohne operativen Eingriff) Abschied nehmen können.

       

Den meisten Zuschauern wird nicht bewusst sein, dass in diesem Film die absolute Ausnahme gezeigt wird. Es mag noch viel zu viele Spätabtreibungen geben. Kinder, bei denen bereits in den ersten Schwangerschaftswochen  durch den sogenannten Pränatest Trisomie 21 – und dieser Test wird gerade bei älteren Frauen flächendeckend durchgeführt-  erkannt wird, werden in den meisten Fällen (9 von 10 Kindern) bereits in den ersten drei Monaten abgetrieben. Die Frage nach dem Umgang mit Menschen mit Handicap wird statt der Inklusion in dieser Gesellschaft der Tod des Kindes vorgezogen!